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Die stationären
Behandlungen in der
Christoph-Dornier-
Klinik gliedern sich
in vier Phasen...
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1. Diagnostik- und Informationsphase
Die Diagnostik erfolgt in der Christoph-Dornier-Klinik in aller Regel
in gewissem zeitlichem Abstand zur stationären Therapiephase. Erst
wenn der Patient die Diagnostik und Informationsphase durchlaufen hat
und sich nach reiflicher Überlegung für unser Behandlungsangebot
entschieden hat, wird er zur eigentlichen Therapie aufgenommen.
Während einer zweitägigen eingangsdiagnostischen Untersuchung wird
die aktuelle Symptomatik sowie die Krankheitsvorgeschichte erfragt, es werden
testdiagnostische Untersuchungen und ein standardisiertes diagnostisches Interview
durchgeführt. Problem- und Verhaltensanalysen für das spezifische Problemverhalten
werden erstellt. Im Anschluss wird der Patient ausführlich über
die Ergebnisse der Untersuchungen informiert. Gemeinsam mit
dem Patienten wird ein Störungsmodell erarbeitet, das in der Lage ist,
die Symptome des Patienten schlüssig zu erklären. Auf der Grundlage
des Störungsmodells werden die wichtigsten therapeutischen Schritte
und Aufgaben abgeleitet. Art und Umfang der für ihn persönlich
vorgesehenen therapeutischen Maßnahmen werden an konkreten Beispielen
erläutert.
Da psychotherapeutische Behandlungen häufig für die Betroffenen auch
Anstrengungen mit sich bringen, ist es sinnvoll, eine Entscheidung bezüglich
einer Therapie nicht unüberlegt zu treffen. Wir raten daher nach der Diagnostik
zu einer kurzen Bedenkzeit. Der Patient soll Für und Wider einer Behandlung mit
den erhaltenen Informationen gut gegeneinander abwägen können. Erst wenn er
nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss kommt, das Behandlungsangebot der
Christoph-Dornier-Klinik in Anspruch nehmen zu wollen, wird ein fester Aufnahmetermin vereinbart.
 Anmeldung
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Was müssen Sie tun, um sich in der Christoph-Dornier-Klinik
untersuchen und beraten zu lassen?
Voraussetzung für die Diagnostik ist das Ausfüllen
und Zurücksenden unseres Eingangsfragebogens. Sie können
sich diesen Fragebogen von unserem Patientensekretariat zusenden
lassen oder ihn als Acrobat-Reader-Document (PDF)
ausdrucken. Sobald der Fragebogen ausgefüllt
bei uns eintrifft, nehmen wir kurzfristig mit Ihnen Kontakt
auf, um einen Termin für die Eingangsdiagnostik zu vereinbaren.
Sollten Sie sich etwa aufgrund von Ängsten nicht in der
Lage sehen, zwecks Diagnostik zu uns zu kommen, können
wir im Einzelfall die Diagnostik auch bei Ihnen zu Hause durchführen.
Auf jeden Fall empfehlen wir Ihnen, vor Inanspruchnahme
der Diagnostik die Kostenfrage mit Ihrer Krankenversicherung
zu klären.
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3. Die Intensivphase
Wenn die therapeutischen Planungen somit noch einmal verfeinert und bestätigt worden sind, beginnt die Intensivphase der Therapie. Praktische Erfahrungen und Übungen werden nun angeleitet, die immer zum Ziel haben, eingeschliffene Störungsautomatismen außer Kraft zu setzen und alternative Erfahrungen in der Bewältigung von Problemsituationen zu machen. Oft ist es dazu notwendig, sich sehr direkt mit der Problematik auseinander zu setzen, sich mit seinen Ängsten und Sorgen zu konfrontieren. Denn nur, wenn die Bewältigung der Störung emotional und manchmal auch körperlich ("am eigenen Leib") erfahren wird, gelingt es, wieder an sich selbst zu glauben und die so wichtige Erfahrung zu machen: "Ich selbst habe es geschafft, mein Problem zu überwinden".
Der genaue Ablauf der Intensivphase hängt von der individuellen Therapieplanung ab. Er unterscheidet sich sehr, je nachdem um welche Störung es sich handelt, und auch danach, wie diese Störung sich beim einzelnen Patienten entwickelt hat. Jede Störung ist persönlich und deshalb ist auch jede Therapie individuell. Beispiele konkreter Übungen, für Therapiepläne oder auch typische Behandlungstage finden Sie in den einzelnen Störungskapiteln.
 Einzeltherapie
4. Selbstkontrollphase
Die Intensivphase der Therapie geht schließlich in die Selbstkontrollphase über. Je besser die Übungen in therapeutischer Begleitung gelingen, desto mehr wird der Patient ermutigt, dieselben Übungen zunächst mit reduzierter und schließlich ganz ohne therapeutische Begleitung durchzuführen. Ziel der Therapie ist es, Selbständigkeit und Selbstvertrauen zu lernen. Damit ist der Glaube in die eigenen Fähigkeiten gemeint, bestimmte kritische Situationen aus eigener Kraft erfolgreich meistern zu können.
Diese Selbstwirksamkeit lässt sich als eine Art Erfahrungswissen begreifen: Je öfter und je besser ich eine bestimmte Situation meistere, desto größer wird mein Zutrauen, dies auch in Zukunft oder unter erschwerten Bedingungen zu schaffen. Damit diese Erfahrungen möglichst realistisch werden, versuchen wir, diesen letzten Teil der stationären Behandlung oft schon unter alltäglichen oder zumindest unter sehr alltagsnahen Bedingungen durchzuführen.
Die Selbstkontrollphase setzt sich über den Entlassungszeitpunkt hinaus fort. Unsere Patienten haben das Angebot, bis zu sechs Wochen nach der Entlassung telephonisch weiter betreut zu werden, um die unter echten Alltagsbedingungen (zu Hause oder am Arbeitsplatz) gemachten Erfahrungen auszuwerten und die nächsten Schritte auf dem Weg zur Selbstsicherheit zu planen.
Gruppentherapeutische Arbeit
Intervalltherapien
In der Christoph-Dornier-Klinik werden auch Patienten behandelt, deren Erkrankung sehr schwerwiegend ist, schon lange andauert oder aufgrund ihrer Besonderheit (z.B. starkes Untergewicht bei Magersucht) eine längere Behandlungsdauer als nur wenige Wochen erfordert. Solche Störungen können oft nicht innerhalb von vier Wochen durchgreifend gebessert werden. Andererseits scheint es uns aber auch bei diesen Patienten nicht unbedingt sinnvoll, dass sie – fern ihrer normalen Lebenssituation – über Monate hinweg stationär untergebracht sind. In solchen Fällen empfehlen wir unsere spezielle Intervallbehandlung. Dies bedeutet, dass der Patient von vorneherein mehr als einmal stationär aufgenommen wird. Nach dem ersten Behandlungsintervall (Therapieplanung, Intensivphase und Selbstkontrollphase) kehrt der Patient nach Hause zurück und versucht mit unserer Unterstützung, die vereinbarten Behandlungsschritte selbständig fortzusetzen.
Der Termin für das zweite Behandlungsintervall wird schon während des ersten stationären Intervalls festgelegt. Dieses Ziel vor Augen, fällt es vielen Patienten leichter, sich den zu Hause anstehenden Aufgaben und Schwierigkeiten erfolgreicher zu stellen. Im zweiten stationären Intervall, das in der Regel recht kurz ist, können diese Erfahrungen dann ausgewertet und die erreichten Fortschritte aufgefrischt und weiter stabilisiert werden.
Intervallbehandlungen haben eine Reihe von Vorteilen: Zum einen läuft der Patient nicht Gefahr, durch einen langen Klinikaufenthalt seine lebenspraktischen Fähigkeiten zu verlernen, zum anderen hat er während der häuslichen Intervalle die Möglichkeit, das Gelernte unter normalen Lebensbedingungen zu erproben und diese Erfahrungen in den weiteren stationären Intervallen gezielt auszuwerten. Und ganz nebenbei spart dieses Vorgehen erhebliche Kosten, die durch ununterbrochene stationäre Therapien entstehen würden.
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