| Checkliste gibt Orientierung im Psychotherapie-Markt
Seelische Erkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet. So leiden
beispielsweise nach Experten-Schätzungen in den deutschen Ballungsräumen
mehr als die Hälfte der 25- bis 45-Jährigen unter psychischen
Problemen. Der Gang zum Psychotherapeuten ist da häufig der einzige
Ausweg.
Doch der Psycho-Markt ist für den Laien auf den ersten Blick unüberschaubar.
Neben Psychotherapeuten, deren Titel seit 1999 gesetzlich geschützt
ist, tummeln sich dort Psychologen, Berater, Therapeuten und Coaches.
Psychotherapeuten der Christoph-Dornier-Klinik in Münster haben
deshalb einen Fragebogen entwickelt, der helfen soll, die passende Hilfe
zu finden. "Es gibt mehrere psychotherapeutische Verfahren, deren
Wirkungsweise wissenschaftlich belegt ist. Derzeit werden davon die Verhaltenstherapie,
die tiefenpsychologisch fundierte Therapie und die Psychoanalyse von den
Krankenkassen bezahlt. Welches der Verfahren für den Hilfe suchenden
das Richtige ist, hängt stark von der Art der Erkrankung ab",
berichtet Birgit Mauler, Leitende Psychologin der Christoph-Dornier-Klinik
in Münster.
Wesentlich ist neben der Therapieform auch der Therapeut selbst. In einer
Befragung nach den Gründen für den Erfolg ihrer Therapie gaben
Patienten an: die Beziehung zum Therapeuten, die Fähigkeit des Therapeuten,
Einsichten zu vermitteln, die Konfrontation mit den eigenen Problemen
und schließlich das Vertrauen zum Therapeuten.
Weitere Informationen zum Thema Psychotherapie finden Interessierte unter
www.c-d-k.de.
Checkliste |
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Auf
der Suche nach dem passenden Therapeuten
Eine Checkliste der Christoph-Dornier-Klinik, Münster
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Vor dem ersten Termin:
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Klären
Sie, ob der Therapeut die gesetzlichen Voraussetzungen
zur Ausübung seines Berufes erfüllt. Trägt
er also die Bezeichnung Psychologischer bzw. Ärztlicher
Psychotherapeut oder Kinder- und Jugendtherapeut? |
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Ist er auf
die Behandlung Ihres Problems spezialisiert? Werden Sie
skeptisch, wenn er behauptet, er könne alles behandeln. |
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Haben Sie
bereits von einer Therapiemethode gehört, die Ihnen
schlüssig erscheint? Auch die Lektüre einschlägiger
Zeitschriften und Internet-Medien ist hilfreich. |
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Während der ersten Gespräche:
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Sie haben
zu Beginn einer ambulanten Psychotherapie das Recht auf
fünf Probesitzungen. Erst am Ende dieser fünf
Sitzungen müssen Sie sich für oder gegen eine
Zusammenarbeit mit dem Therapeuten entscheiden. |
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Lassen Sie
sich erklären, wie der Therapeut arbeitet. Die Erklärungen
sollten für Sie schlüssig sein. Professionelle
Psychotherapeuten sind darauf eingestellt, ihr Vorgehen
verständlich darzustellen. |
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Fühlen
Sie sich bei dem Therapeuten gut aufgehoben? Auch wenn
nach der ersten Stunde noch einiges unklar ist, sollten
Sie sich in der Therapiesitzung wohl gefühlt haben.
Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie ihm aber noch zwei
bis drei Sitzungen Zeit geben, um das Verhältnis
eindeutig zu klären. |
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Erarbeitet
der Therapeut im Rahmen der ersten Sitzung konkrete Therapieziele
mit Ihnen? |
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Macht der
Therapeut eine ausführliche Diagnostik? Präsentiert
er bereits in der ersten Stunde Diagnose und vollständigen
Therapieplan oder beginnt sogar sofort mit der Behandlung,
kann etwas nicht stimmen. |
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Gibt der Therapeut
Ihnen nach der ersten Stunde eine Einschätzung der
Prognose und der Dauer der Therapie? |
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Das sollte Sie skeptisch stimmen:
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Auf dem Praxisschild
des Therapeuten oder im Telefonbuch stehen viele unterschiedliche
Angebote, unter anderem auch Psychotherapie. |
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Der Therapeut
kann Ihnen sein Vorgehen nicht ausreichend erläutern
oder verneint Erklärungen mit Argumenten, dass es
zum Beispiel der Therapie schade, zu viel Transparenz
herzustellen. |
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Der Therapeut
lässt Ihnen keinen Raum für eigene Fragen. Ist
Ihr Gegenüber ungehalten über Fragen oder verspüren
Sie Ablehnung, sollten Sie die Zusammenarbeit beenden. |
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Link |
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