CHRISTOPH-DORNIER-KLINIK FÜR PSYCHOTHERAPIE
 


ZWANGSSTÖRUNGS-CHECK


Diese Störung

festzustellen, ist

der erste Schritt

auf dem Weg zur

Gesundung.





Menschen mit Zwängen erleben wiederkehrende, unangenehme Gedanken (Zwangsgedanken) und/oder fühlen sich gedrängt, bestimmte Handlungen immer wieder durchzuführen (Zwangshandlungen). Obwohl die Betroffenen in der Regel erkennen, dass ihre Zwangsgedanken und –handlungen sinnlos oder übertrieben sind, können Zwangssysmptome meist nur schwer ohne eine adäquate Behandlung kontrolliert werden.
Zwangsgedanken und –handlungen sind nicht angenehm. Im Gegenteil: sie sind eine ständige Quelle der Belastung.

Die folgenden Fragen, können Ihnen helfen herauszufinden, ob Sie unter Zwangssymptomen leiden und von professioneller Hilfe profitieren könnten.

Fragebogen A:
 

Ja

Nein

Werden Sie beunruhigt von unangenehmen Gedanken oder Bildern, die Ihnen wiederholt in den Sinn kommen? Wie z. B. ...

   

1.

Sorgen wegen möglicher Verschmutzung oder Ansteckung (z. B. Dreck, Keime, Chemikalien, Strahlung) oder der Ansteckung mit einer schweren Krankheit (z. B. Aids).

2.

übermäßiges Bedürfnis Gegenstände (z. B. Kleidung, Werkzeug, Lebensmittel) in einer perfekten Ordnung oder in einer bestimmten Art arrangiert zu halten.

3.

Geistige Vorstellung (Bilder) vom Tod oder entsetzlichen Ereignissen.

4.

Persönlich inakzeptable Gedanken z. B. mit religiösem oder sexuellem Inhalt.

     

Befürchten Sie, dass schlimme Dinge passieren könnten
wie z. B. ...

   

5.

Feuer, Einbruch, Überflutung des Hauses.

6.

Dass Sie aus Versehen einen Fußgänger mit dem Auto streifen oder es den Berg runterrollen lassen könnten.

7.

Dass Sie eine Krankheit (z. B. Aids) verbreiten könnten.

8.

Dass Sie etwas Wertvolles verlieren.

9.

Dass einem lieben Menschen etwas Schlimmes passiert, weil Sie nicht genug aufgepasst haben?

     

Befürchten Sie, dass Sie einem ungewollten oder sinnlosen Impuls nachgehen könnten, z. B. ...

   
10.

Obszöne Dinge ausrufen, einem lieben Menschen Schaden zufügen (z. B. ihn zu verletzen), einen Fremden vor einen Bus stoßen, das eigene Auto in den Gegenverkehr lenken, unangemessene sexuelle Kontakte haben, jmd. mit Essen vergiften etc.

     

Fühlen Sie sich gedrängt, verschiedene Handlungen immer wieder auszuführen, z. B. ...

   

11.

übermäßiges oder ritualisiertes Waschen, Reinigen oder Putzen.

12.

Kontrollieren von Lichtschaltern, Wasserhähnen, dem Herd, Türschlössern oder der Handbremse im Auto.

13.

Zählen, Ausrichten von Gegenständen.

14.

Sammeln von nutzlosen Dingen oder Untersuchen des Abfalls, bevor er weggeworfen wird.

15.

Routinehandlungen wiederholen (z. B. vom Stuhl aufstehen und wieder hinsetzen, durch eine Tür rein und raus gehen) bis es sich "gerade richtig" anfühlt.

16.

Objekte oder Personen berühren müssen.

17.

Unnötiges mehrfaches Lesen, Schreiben oder Wiederöffnen von Briefen, vor dem Abschicken.

18.

Untersuchen des Körpers nach Krankheitszeichen.

19.

Vermeiden von bestimmten Farben (z. B. "rot bedeutet Blut"), Zahlen (z. B. "ungerade Zahlen bringen Unglück") oder Namen (z. B. "solche, die mit T beginnen, denn T bedeutet Tod"), die mit befürchteten Ereignissen oder unangenehmen Gedanken in Verbindung stehen.

20. Das Bedürfnis "zu bekennen" oder wiederholt Bestätigung einholen, dass Sie etwas korrekt gesagt oder getan haben.




Die folgenden Fragen beziehen sich auf die wiederholten Gedanken, Vorstellungen oder Verhaltensweisen, die in Teil A abgefragt wurden. Bitte berücksichtigen Sie die letzten 30 Tage, wenn Sie eine Antwort auswählen. Bitte kreuzen Sie die Antwort an, die am ehesten auf Sie zutrifft.

Fragebogen B:
Wie viel Zeit beanspruchen die Gedanken oder Verhaltensweisen durchschnittlich pro Tag?

keine

etwas
< 1 Stunde

mittel
1-3 Stunden

viel
3-8 Stunden

extrem
> 8 Stunden

Wie viel Unbehagen verursachen die Gedanken oder Verhaltensweisen?

kein

etwas

mittel

viel

extrem

Wie schwer fällt es Ihnen die Impulse zu kontrollieren?

gar nicht

leicht

deutlich

stark

extrem

Wie sehr vermeiden Sie wegen der Zwangsimpulse bestimmte Dinge zu tun, bestimmte Orte oder Personen aufzusuchen?

gar nicht

gelegentlich

öfter

häufig

extrem
(ich bin an das Haus gebunden)

Wie stark behindern die Impulse Sie bei der Arbeit, in der Schule oder in der Familie?

kein

etwas

mittel

viel

extrem



Die Diagnose der Zwangsstörung kann nur von Fachleuten gesichert werden. Scheuen Sie sich also nicht, einen Psychiater oder Psychologen aufzusuchen, und ihm Ihre Beschwerden zu schildern. Die Zwangsstörung zu erkennen ist der erste Weg zur Gesundung.


© CDK CHRISTOPH-DORNIER-KLINIK GmbH, 2009
Tibusstrasse 7- 11, 48143 Münster, Telefon: 0251 48 10-0