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Wir haben uns auf
die Behandlung zur
Vorbeugung
von Rückfällen
spezialisiert...
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Eine ausführliche Diagnostik
Auf die Behandlung zur Vorbeugung dieser häufigen Rückfälle
hat sich die Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie spezialisiert.
Da die Ursachen und aufrechterhaltenden Bedingungen einer Alkoholabhängigkeit
sehr individuell sind, steht an erster Stelle der Behandlung eine ausführliche
Diagnostik. In der üblicherweise zweitägigen diagnostischen
Untersuchung werden Einflussfaktoren der Abhängigkeit untersucht,
es wird überprüft, ob und wenn ja welche anderen Störungen
mit der Abhängigkeit in Verbindung stehen, um so bereits in diesen
ersten Gesprächen einen individuellen Therapieplan entwickeln zu
können. Da Alkohol wie oben beschrieben intensive Auswirkungen auf
körperliche Prozesse hat, ist eine medizinische Untersuchung bereits
vor Beginn der Behandlung unerlässlich.
In vielen Fällen ist es notwendig, vor einer Therapie mit dem Ziel
der Rückfallprophylaxe eine Entzugsbehandlung in einer darauf spezialisierten
Klinik durchzuführen. Im Anschluss daran kann dann mit der gezielten
Psychotherapie in der Christoph-Dornier-Klinik begonnen werden.
Eingehende Therapievorbereitung
Am Anfang der ca. drei- bis vierwöchigen Behandlung steht eine ausführliche
Therapievorbereitung. Hier werden die Erkenntnisse der Eingangsdiagnostik
nochmals vertieft. Ziel ist es, den Patienten selbst zum Experten seiner
Erkrankung zu machen. Erst wenn die entscheidenden Zusammenhänge,
die zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Alkoholabhängigkeit
geführt haben, geklärt sind, können konkrete Behandlungsschritte
abgeleitet werden. Das Wissen über die eigene Erkrankung soll dem
Betroffenen vor allem in der Zukunft helfen, mögliche Risikosituationen
bereits früh zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen
zu können. Das Wissen und Akzeptieren von persönlichen Risikosituationen
soll so den oben beschriebenen "Rückfallschock" verhindern
helfen.
Inhaltlich beschäftigt sich die Therapievorbereitungsphase mit der
Erfassung der lebensgeschichtlichen Entwicklung des Patienten, um so mögliche
Zusammenhänge prägender Lebensereignisse oder spezieller Erfahrungen
(z. B. im Elternhaus) mit der Alkoholabhängigkeit heraus zu finden.
Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Analyse individueller Trinksituationen
und -motive. Hierbei werden sowohl gedankliche, gefühlsmäßige
als auch körperliche Faktoren berücksichtigt, um so ein ganz
spezielles Störungsmodell mit dem jeweiligen Patienten zu erarbeiten.
Aus diesem Modell, das ausführlich mit dem Patienten besprochen wird,
werden zum Ende der Therapievorbereitung konkrete Ziele und Inhalte der
anschließenden Intensivtherapie abgeleitet.
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Risikosituationen
aktiv bewältigen
lernen...
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B
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Stationäre Intensivtherapie
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In der Intensivphase der Therapie werden nun spezielle Problembereiche
bearbeitet. Hierbei ergeben sich meist mehrere Schwerpunkte:
Exposition in vivo
Die in der Therapievorbereitung gesammelten individuellen Risikosituationen
werden nun das Ziel konkreter Verhaltensübungen. Viele Alkoholabhängige
gehen nach einer erfolgreichen Entzugsbehandlung ihren persönlichen
Risikosituationen zunächst aus dem Weg, um nicht in Versuchung geführt
zu werden. Dieses sehr vernünftige und nachvollziehbare Verhalten
führt langfristig jedoch dazu, dass der Betroffene einen alternativen
Umgang mit solchen Situationen nicht lernen kann. Da sich die meisten
Situationen nicht vollständig vermeiden lassen, kann es nun passieren,
dass der Betroffene bei einer tatsächlichen Konfrontation mit einer
Risikosituation sein Verlangen nach Alkohol als unkontrollierbar erlebt
und diesem nichts mehr entgegen zu setzen hat. Es kommt zum Rückfall.
Ziel der Konfrontationstherapie ist nun das bewusste Aufsuchen von Risikosituationen.
Der Patient soll dabei die Erfahrung machen, dass sein Verlangen nach
Alkohol mit der Zeit von selbst nachlässt (Habituation). Dazu ist
es zunächst notwendig, dass er dieses Verlangen zulassen kann. Für
viele Patienten ist dieser Schritt einer der schwersten, da sie sich für
die Abstinenz entschieden haben. Verlangen zuzulassen bedeutet für
viele zunächst einen Rückschritt. Daher ist es wichtig zu betonen,
dass es nicht darum geht, den Betroffenen in Versuchung zu führen,
sondern ihm die Möglichkeit zu geben, die persönlichen Risikosituationen
ohne Alkohol zu meistern, und so das Verlangen unter die eigene Kontrolle
zu bringen. In der Behandlung werden spezifische Risikosituationen (Kneipe,
Konfrontation mit dem Lieblingsgetränk bei negativen Gefühlen
etc.) zunächst gemeinsam mit dem Therapeuten aufgesucht bzw. hergestellt.
Die Aufgabe des Therapeuten besteht darin, den Patienten dabei zu unterstützen,
sein Verlangen nach Alkohol aufzubauen und zu erleben, ohne jedoch zu
trinken. Je stärker das anfängliche Verlangen, desto größer
und nachhaltiger kann der Patient die Habituation, das Nachlassen des
Verlangens erleben. Hat der Patient wiederholt die Erfahrung gemacht,
dass das Verlagen tatsächlich mit der Zeit von allein nachlässt,
führt er die Verhaltensübungen zunehmend allein durch, um das
Vertrauen in die eigene Kontrolle zu stärken.
Durch die
intensive
Betreuung in der Christoph-Dornier-Klinik, die mehrere Stunden Einzeltherapie pro Tag beinhaltet,
sowie die hohe
Flexibilität der Behandlung können die Bedingungen der Konfrontationstherapie
in hohem Maße der Alltagsrealität angepasst werden. Unter Umständen
werden Übungen am Wohnort der Patienten durchgeführt, wenn die
gewohnte Umgebung oder bestimmte Personen bei den persönlichen Risikosituationen
eine große Rolle spielen.
Entwicklung von Verhaltensalternativen
Wie bereits geschildert, verfügen viele Menschen mit einer Alkoholproblematik
nicht über alternative Verhaltensweisen in den spezifischen Trinksituationen.
Daher ist es in der Behandlung von immenser Wichtigkeit, für die
individuellen Risikosituationen alternative Verhaltensweisen zu erarbeiten
und zu trainieren. Diese Verhaltensalternativen können unterschiedlich
aussehen. Während der eine lernen muss, Alkohol bestimmt und mit
Nachdruck abzulehnen, ist für den anderen wichtig zu lernen, negative
Gefühle zu akzeptieren und darüber zu sprechen oder Kommunikationsstrategien
zu lernen, um sich so besser in Konfliktsituationen behaupten zu können.
Hierbei werden sowohl kognitive Methoden (Akzeptieren negativer Gefühle
oder körperlicher Beschwerden) als auch praxisnahe Vorgehensweisen
(Rollenspiele, Training sozialer Kompetenzen) angewendet. Je nach Problematik
des Patienten werden unterschiedliche Schwerpunkte in der therapeutischen
Arbeit gesetzt.
Notfallplan
Neben der Erarbeitung von Verhaltensalternativen sollte nicht vernachlässigt
werden, dass Alkoholabhängige nach wie vor ein Risiko haben, wieder
rückfällig zu werden. Je weniger man sich auf einen solchen
Rückfall vorbereitet, desto höher wird seine Wahrscheinlichkeit.
Daher wird in der Behandlung ein weiterer Schwerpunkt auf die Erstellung
eines Notfallplans gelegt, in dem festgehalten wird, was der Betroffene
im Falle eines Rückfalls tun kann, um zu verhindern, wieder vollständig
in alte Verhaltensweisen abzurutschen.
Ein erster Schritt für den Patienten ist hierbei, einen Rückfall
als solchen zu erkennen und sich einzugestehen, dass Hilfe von außen
notwendig ist. Wie eine solche Hilfe von außen für den einzelnen
effektiv aussehen kann, wird ausführlich erarbeitet und schriftlich
für Patient und Therapeut festgehalten.
Einbeziehung von Angehörigen
Gerade bei Abhängigkeitserkrankungen spielen die Angehörigen
oft eine große Rolle. Daher wird die Zusammenarbeit mit Angehörigen
bzw. wichtigen Bezugspersonen von vornherein mit eingeplant. Auch für
die Angehörigen steht Information und Aufklärung über die
Störung an erster Stelle. Je mehr der Betroffene selbst, aber auch
seine Umwelt über die Störung wissen, desto eher lässt
sich ein Rückfall verhindern.
Eine wichtige Rolle spielen die Angehörigen meist auch bei der Erstellung
des persönlichen Notfallplans. Unter therapeutische Moderation wird
festgelegt, welche Aufgabe z. B. der Partner bei einem Rückfall übernehmen
kann und will, aber auch wo seine Grenzen sind und wozu er nicht bereit
ist. Diese Abgrenzung ist für viele Angehörige von Abhängigen
ein großes Problem und sollte daher besondere Beachtung finden.
Fachärztliche Behandlung
Die ärztliche Behandlung wird durch regelmäßige Visiten
einmal pro Woche (bei Bedarf auch häufiger) gewährleistet. Hier
werden körperliche Begleiterscheinungen besprochen und wenn notwendig
kann die Psychotherapie auch medikamentös unterstützt werden
(z. B. bei schweren Depressionen oder körperlichen Erkrankungen).
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