Verschiedene Formen der Alkoholabhängigkeit
Alkoholmissbrauch und –abhängigkeit kann viele Gesichter haben:
Pegeltrinken: Die Abhängigkeit
besteht darin, die Alkoholkonzentration im Blut nie unter einen
bestimmten Pegel sinken zu lassen, um so unangenehme Entzugserscheinungen
zu vermeiden. Diese Entzugserscheinungen sind vor allem morgens
besonders deutlich spürbar, was zu einem frühen Beginn
des Trinkens am Tag führt. Die Betroffenen sind selten wirklich
betrunken und können daher über lange Zeit unauffällig
bleiben.
Rausch-Trinken: Trotz bester
Vorsätze schafft es der Betroffene nicht, nur eine begrenzte
Menge Alkohol zu sich zu nehmen. Wenn er einmal angefangen hat,
kann er nicht mehr aufhören, er trinkt, bis er stark berauscht
ist. Oft haben die Betroffenen in diesem Zustand ihr Verhalten nicht
mehr unter Kontrolle und leiden am nächsten Tag unter heftigem
Kater.
Konflikt-Trinken: Der Betroffene
greift in ganz bestimmten Konfliktsituationen zum Alkohol, da ihm
keine alternativen Lösungsmöglichkeiten für das bestehende
Problem zur Verfügung stehen. Oft wird das Trinken mit der
Zeit selbst zur Konfliktsituation, die wiederum versucht wird, mit
Alkohol zu bekämpfen. Diese Form der Abhängigkeit trifft
man auch häufig bei Medikamentenabhängigen an.
Periodisches Trinken: Hierbei
fallen die Betroffenen oft dadurch auf, dass sie über längere
Phasen völlig abstinent zu leben im Stande sind. Dann kommt
es, häufig ohne erkennbaren Anlass, zu Phasen unkontrollierten
Alkoholkonsums mit anschließenden starken Entzugserscheinungen.
Natürlich gibt es auch die unterschiedlichsten Mischformen der
einzelnen Abhängigkeitstypen.