DIE DIAGNOSE DER POSTTRAUMATISCHEN BELASTUNGSSTÖRUNG
Für die
Posttraumatische
Belastungsstörung
liegen seit20Jahren
zuverlässige
Kriterien vor...
Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die führenden psychiatrischen
Vereinigungen der USA und der europäischen Länder haben sehr
genaue Klassifikationssysteme entwickelt, um die Erkennung psychischer
Krankheiten präzise und zuverlässig zu machen. Für die
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) liegen seit ca. 20 Jahren
zuverlässige Kriterien vor. Diese Anleitungen wurden in den letzten
Jahren zunehmend verfeinert und verbessert, so dass heute die PTBS anhand
klinischer Merkmale gut erkannt und die Diagnose sicher und zuverlässig
gestellt werden kann.
Damit die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung festgestellt
werden kann, sollten bei einer Person die folgenden Merkmale vorhanden
sein:
1. Traumatisches Erlebnis: es wurde
ein traumatisches Ereignis erlebt oder beobachtet. Dieses Ereignis ging
mit Gefahr, Verletzung oder sogar dem drohenden Tod der eigenen oder einer
anderen Person einher. Auch die reale oder angenommene Bedrohung der psychischen
Gesundheit kann zum Trauma werden.
2. Wiedererleben: das traumatische
Erlebnis wird ungewollt wiedererlebt oder wiedererinnert.
3. Vermeidung und/oder emotionale Taubheit:
Situationen und Merkmale, die mit dem Trauma in irgendeiner Art und Weise
verbunden sind, werden vermieden. Und/oder Emotionen können nicht
mehr wie gewohnt empfunden werden. Eine Art emotionale Taubheit wird erlebt.
4. Erhöhte Erregung/Reizbarkeit: der
Betroffene ist unruhiger, leichter erregbar oder reizbarer als vor dem
traumatischen Erlebnis.
5. Beginn und Dauer der Symptome:
die Symptome dauern länger als einen Monat nach dem Ereignis an.
Bis zu drei Monate nach dem Erlebnis spricht man von einer akuten PTBS,
darüber hinaus ist eine chronische PTBS zu diagnostizieren. In besonderen
Einzelfällen kann es zu einem verspäteten Beginn kommen. Das
Ereignis liegt dann 6 Monate oder länger zurück.