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So unterschiedlich
die zahlreichen
Angststörungen
sind,
haben sie doch
wichtige
gemein-
same Merkmale...
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Angst hat viele Gesichter. Tatsächlich gibt es eine Vielzahl von
Angststörungen, die sich vor allem darin unterscheiden, wovor und
in welchen Situationen Menschen Angst haben: Manche Menschen fürchten
sich nur vor einzelnen Dingen oder Situationen (z.B. Spinnen, Blut sehen,
Fliegen, Autofahren, Menschenmengen), bei anderen treten Angstattacken
in vielen Situationen auf, in denen sie fürchten, keine Hilfe zu
bekommen oder keine Fluchtmöglichkeit zu haben. Bei manchen treten
Ängste ganz unvermutet wie "aus heiterem Himmel" auf, wieder
andere fürchten sich davor, im Mittelpunkt zu stehen und sich dabei
zu blamieren. Diese verschiedenen Formen der Angst werden als unterschiedliche
Angststörungen beschrieben Diagnose
der Angststörungen.
Doch so unterschiedlich die zahlreichen Angststörungen sind, haben
sie doch wichtige gemeinsame Merkmale. Diese Merkmale beziehen sich vor
allem auf die Art der Angstreaktion, also wie der Körper, die Gefühle
und das Denken im Falle einer Angstattacke reagieren. Zu den gemeinsamen
Merkmalen gehört auch die Art und Weise, wie Menschen versuchen mit
ihrer Angst umzugehen und sich zu schützen:
Panikattacken
Eine Angstreaktion ist meist zeitlich begrenzt, d.h. sie tritt häufig
anfallsartig auf und wird als sehr unangenehm erlebt. Fast immer äußern
sich Angstattacken gleichzeitig in körperlichen, emotionalen und
gedanklichen Reaktionen, die sich auch noch gegenseitig verstärken:
Die körperlichen Angstreaktionen
können aus sehr verschiedenen Symptomen bestehen. Meistens treten
mehrere der folgenden Symptome gleichzeitig auf: Herzklopfen, Herzrasen,
Schwitzen, Zittern, Atemnot, Erstickungsgefühle, Schmerzen oder Beklemmungen
in der Brust, Übelkeit, Schwindel oder Benommenheit, Gefühle
der Unwirklichkeit, Kribbel- und Taubheitsgefühle, Hitzewallungen
oder Kälteschauer.
Das Gefühl der Angst
reicht von leichtem Unbehagen bis hin zu panischer Angst. Oft werden Angststörungen
auch von Gefühlen der Verzweiflung, Niedergeschlagenheit und Depression
begleitet.
Auf gedanklicher Ebene gehen Angstreaktionen
und Gefühle mit starken Befürchtungen einher, z.B. die Kontrolle
zu verlieren, verrückt zu werden, in Ohnmacht zu fallen, keine Hilfe
zu bekommen oder nicht fliehen zu können, manchmal auch peinlich
aufzufallen, oder gar einen Herzinfarkt zu erleiden und zu sterben. Die
Gedanken verstärken meist noch die körperlichen Reaktionen und
das Gefühl der Angst, so dass es wie in einem Teufelskreis zu einer
Aufschaukelung der Panik kommen kann.
Tendenz zur Vermeidung
In den meisten Fällen versuchen die Betroffenen, die Situationen,
in denen solche Ängste auftreten ganz zu vermeiden, oder sie können
die Situationen nur in Begleitung aufsuchen. Wenn die Angst dann doch
auftritt, sind Flucht oder auch Ablenkung ("innere Flucht")
häufig die einzigen Möglichkeiten, um der Panik zu entkommen
oder um die Situation irgendwie durchzustehen, was meistens aber nur unter
starker Anspannung gelingt. Wenn Ängste wie aus heiterem Himmel auftreten,
bleibt oft nur Schonung und Rückzug als Versuch, sich vor Angstanfällen
zu schützen. Häufig werden auch Angehörige und Freunde
in Anspruch genommen, um zumindest für den Augenblick etwas Beruhigung
und ein Gefühl von Sicherheit zu erhalten.
Angst vor der Angst
Kurzfristig ist das Vermeidungsverhalten durchaus erfolgreich und macht
Sinn, denn die Panik lässt nach, wenn man die Situation verlässt,
und auch durch Ablenkung oder durch Unterstützung von anderen gelingt
es, sich zu beruhigen und die Angst für einen Moment zu besiegen.
Langfristig jedoch kommt es immer wieder zu Angstreaktionen, und die Angst
vor der Angst wird allmählich immer größer. Damit steigen
auch innere Anspannungen und es kann langfristig zu immer häufigeren
Angstreaktionen kommen. Noch mehr Situationen müssen vermieden werden,
die Angst vor der Angst wird eher größer als kleiner –
ein weiterer Teufelskreis.
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